Dem Geld darf man nicht nachlaufen, man muss ihm entgegengehen

Dem Geld darf man nicht nachlaufen, man muss ihm entgegengehen

24-03-2021 in Vermögen

Millionär werden Sie mit unseren Tipps höchstwahrscheinlich nicht, doch stellen wir Ihnen einige Möglichkeiten vor, Ihren Finanzstatus zu optimieren und unnötige Ausgaben zu vermeiden.

Strategie #1: Sparen


Mit der altbekannten Methode, nämlich Geld auf ein Sparbuch zu legen, kommt man heutzutage nicht mehr weiter - ja, ganz im Gegenteil, äußerst niedrige bis 0%-Zinsen in Gemeinschaft mit Inflation sorgen verlässlich für Wertverlust. Das wohlgefüllte Sparschwein auf die Bank zu bringen und den Betrag ins Sparbuch eintragen zu lassen, ist keine kluge Strategie mehr.
Der Sinn dahinter: Das Geld soll nicht auf der Bank liegen, sondern ausgegeben werden, um die Wirtschaft anzukurbeln. Die Niedrigzins-Politik ist daher stets ein Zeichen für eher krisenhafte Zeiten, denen man mit dieser Strategie zu Leibe rücken möchte.

Sparen muss in unserer Zeit anders angegangen werden.
Sparen - das bedeutet heutzutage vor allem: Bei den täglichen Kosten das bestmögliche herauszuholen bei möglichst geringem finanziellen Aufwand.
Klar, es kostet etwas Zeit, hier gute Strategien herauszufinden. Wenn Sie ganz gründlich vorgehen wollen, hilft es, ein paar Monate lang ein Haushaltsbuch zu führen, doch geht es auch ohne. Ihre Rechnungen und diversen Abschlüsse (Versicherungen, Sparkonten, Handyvertrag etc.) sollten Sie allerdings bei der Hand haben, um vergleichen zu können.

Was dafür zu tun ist, haben Sie wahrscheinlich schon öfter mal gehört oder gelesen: die Fixkosten durchgehen und überlegen, ob Sie irgendwo was ändern können - anderer Vertrag fürs Handy, anderer Anbieter für den Strom, andere Konditionen fürs Bankkonto. Derlei macht weniger Aufwand, als Sie eventuell befürchten: Übers Internet lassen sich Preise, Vertragskonditionen, Geldanlagemöglichkeiten bequem vergleichen - und oft mit wenig Aufwand gleich auch ungünstige Verträge kündigen und neue schließen.
Dazu können Sie sich noch zusätzliche Infos auf Bewertungsplattformen holen, wo die diversen Dienstleistungs-Anbieter von Verbrauchern bewertet und aufs Korn genommen wurden.

Strategie #2: Investierungen


Um hier auf einen grünen Zweig zu kommen, sollten Sie nicht blauäugig in “irgendwas” investieren, sondern genau überlegen, wo und wie Sie Ihr Geld arbeiten lassen wollen. Es erfordert daher etwas Aufwand, sich darum zu kümmern, wo Investitionen sinnvoll sind und den Gewinn bringen, den Sie sich erhoffen.

Folgende Fragen sollten Sie sich vor einer Investition stellen:

Welcher Investment-Typ bin ich?
Sind Sie eher risikofreudig und haben die Nerven dazu, auch mal in etwas zwar anscheinend Erfolgversprechendes, jedoch Riskantes zu investieren? Oder setzen Sie lieber auf größere Sicherheit und bevorzugen konservative Strategien, die zwar weniger Ertrag abwerfen, den jedoch sicher? Dann gibt es noch die Strategie der Risikostreuung, wo mit einer Kombination von sicheren und weniger sicheren Papieren gearbeitet wird.

Wie lange kann ich auf den investierten Geldbetrag verzichten?
Da das investierte Geld nicht verfügbar ist, müssen Sie überlegen, welche Laufzeit Sie für Ihre Investition festlegen wollen.

Kann ich damit leben, wenn es Wertschwankungen gibt?
Das bedeutet nicht nur, ob Sie die Nerven dazu haben, sondern auch, ob Sie es sich finanziell leisten können, wenn Ihr Depot an Wert verliert und Sie dann beispielsweise für Ihr zukünftiges Projekt, das Sie mit dem Ertrag finanzieren wollen, weniger Mittel haben?
Damit im Zusammenhang steht auch die Überlegung, was das Ziel Ihrer Vermögensbildung ist - das sollten Sie für sich selbst genau definieren.

Wieviel Zeit möchte ich aufwenden, um mich bezüglich der Investitionen zu informieren?
Wenn Sie das fundiert tun wollen, erfordert das schon einigen zeitlichen Aufwand. Wenn Sie das nicht möchten, wird es auf lange Sicht vernünftig sein, sich entweder in Abständen von Fachleuten beraten zu lassen oder von Anfang an eine eher konservative und wenig risikofreudige Strategie zu verfolgen. Im Internet finden Sie unzählige Informationen, die Ihnen über diese Art der Vermögensbildung Auskunft geben. Darüber sollten Sie jedoch nicht den Blick darauf verlieren, was Sie tatsächlich mit den Investierungen erreichen möchten.
Im Zuge Ihrer Recherchen lohnt es, sich auch in Diskussionsforen und auf Bewertungsseiten Tipps und Einschätzungen zu holen, die Ihre letztendlich zu treffenden Entscheidungen untermauern und Ihnen ein Gefühl der Sicherheit geben.

Strategie #3: Spekulationen

Jeder weiß, was das Wort “Spekulation” bedeutet: Es ist eine Erwartung, die auf bloßen Annahmen und vielleicht Gerüchten beruht, also keine Sicherheit bedeutet. Im Börsenjargon meint man damit eine meist kurzfristige Geschäftstätigkeit, die Gewinne (oder Verluste) durch Preisunterschiede zu verschiedenen Zeitpunkten generiert. Es kann sowohl auf das Steigen der Preise (Hausse) wie auch auf das Fallen (Baisse) spekuliert werden - ähnlich einer Wette. Da die Spekulation künftige Marktentwicklungen vorwegnimmt, kann sie auch marktregulierend und risikoaugleichend wirken. Andererseits kann jedoch durch Spekulationen auch ein Börsenkrach verursacht werden.

Wie Sie sehen, ist das Spekulieren keinesfalls jedermanns Sache, Millionär werden Sie damit voraussichtlich nicht werden. Auch sonstige Gewinne lassen sich damit nur schwer erreichen, da Sie sehr gut Bescheid wissen müssen, um hier mitzuspielen.
Besonders bei Online-Spekulationen heißt es aufpassen, da Sie hier ganz besonders auf deren Seriosität achten müssen. Falls Sie sich doch darauf einlassen wollen, heißt es gründlich zu recherchieren und auch die Meinungen anderer User über die Vertrauenswürdigkeit von Online-Spekulationen als Grundlage für Ihre Entscheidung zu beachten.

Strategie #4: Augen auf bei Auslandsüberweisungen

Auslandsüberweisung ist nicht gleich Auslandsüberweisung - hier genau hinzuschauen, kann Geld sparen.
Innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums, zu dem neben der EU auch noch Island, Liechtenstein, Monaco und Norwegen zählen, überweisen Sie von Ihrem Bankkonto per SEPA-Überweisung und das darf nicht mehr als eine Inlandsüberweisung kosten. Außerdem muss der Betrag nach einem Tag auf dem anderen Konto angekommen sein. Voraussetzung: Beide Konten sind Konten bei Banken des Europäischen Wirtschaftsraums.
Also aufgepasst: Auch wenn Sie nach Norwegen überweisen, ist das “eigentlich” keine Auslandsüberweisung. Da Norwegen jedoch eine andere Währung hat, kann es zu Gebühren kommen. Dasselbe gilt für Überweisungen von mehr als 50.000 Euro.
Eine SEPA-Überweisung können Sie, wie auch Ihre Inlandsüberweisungen, ganz einfach per Online-Banking erledigen.

Ins Nicht-Euro-Ausland kann eine Überweisung recht teuer werden. Außerdem legt hier jede Bank für sich die Gebühren fest, es gibt keine einheitliche Regelung. Doch gibt es die Möglichkeit, sich mit dem Empfänger die anfallenden Gebühren zu teilen. Bei der Überweisung muss angegeben werden, ob Sie, als Auftraggeber, sämtliche Gebühren übernehmen, ob geteilt wird oder ob der Empfänger zahlt. Dafür gibt es folgende Kürzel:

OUR

: Der Auftraggeber verpflichtet sich, alle Gebühren zu übernehmen, auch die der Empfängerbank im Ausland. Diese Gebühren müssen per Vorkasse entrichtet werden.

SHA

: Die Gebühren werden geteilt.

BEN

: Der Empfänger zahlt alle Gebühren.Diese Option wird am seltensten genommen.

Woraus setzen sich diese Gebühren zusammen?

SWIFT-Gebühr: je nach Bank kann das variieren - also Augen auf!

Fremdwährungsgebühr

: Da die Überweisung als Devisenhandel gesehen wird, kann die Bank die Kosten für An- und Verkauf von Devisen verrechnen.

Wechselkursgebühren

: Es zahlt sich aus, mehrere Banken und Wechselkurse zu vergleichen. Leider gilt da nicht der Mittelwert vom Devisenmarkt, sondern ein von der Bank selbst festgelegter Kurs, der meistens schlechter ist. Also auch hier: Augen auf und vergleichen!
Sie dürfen auch nicht vergessen, der Bundesbank mitzuteilen, wenn Sie mehr als 12.500 Euro überweisen. Das können Sie online tun oder per Telefon. “Vergessen” Sie das, müssen Sie eine Ordnungsstrafe zahlen.

Schauen Sie sich auch bei Money Transfer-Anbietern um. Hier brauchen Sie für den Geldtransfer kein Bankkonto, auch der Empfänger braucht keines. Es gibt bereits zahlreiche Unternehmen, die einen solchen Transfer anbieten. Welches davon ist vertrauenswürdig? Und bei welchen gibt es Stress? Kommt das Geld rechtzeitig an? Wie hoch sind die Gebühren? Auf Bewertungsplattformen finden Sie Erfahrungsberichte anderer Kunden, in denen Sie die Antworten auf diese Fragen finden werden.

Strategie #5: Kryptowährungen ...

… sind digitale Quasi-Währungen mit einem dezentralen kryptografisch abgesicherten Zahlungssystem. Im Gegensatz zum herkömmlichen Geld gibt es die Kryptowährung nur digital. Der Gedanke dahinter ist, bargeldlosen Zahlungsverkehr ohne die Mitwirkung oder Aufsicht durch Banken und Behörden zu ermöglichen.

Jeder hat schon mal vom Bitcoin gehört - das ist die wohl bekannteste Kryptowährung. Er wird in einem globalen dezentralen Rechnernetz mithilfe einer speziellen Software verwaltet. Nach dem Erfolg des Bitcoins wurden auch noch andere digitale Währungen ins Leben gerufen, wie etwa Ripple oder Ethereum.
In Deutschland ist der Bitcoin als eine Art “Privatgeld” rechtlich und steuerlich von der Bundesregierung anerkannt. Er wird als eine den Devisen vergleichbare Werteinheit angesehen.
Der Wert einer Kryptowährung hängt von Angebot und Nachfrage ab und kann sehr stark schwanken. In Kryptowährungen zu investieren, ist deshalb recht risikoreich, kann aber, genauso wie hohe Verluste, auch hohe Gewinne bringen.

Es gibt zahlreiche Plattformen im Internet, auf denen Sie Kryptowährungen “traden” - handeln - können. Welche sollen Sie wählen? Und nach welchen Kriterien sollen Sie Ihre Wahl ausrichten? Für eine solche Entscheidung ist es stets hilfreich, die Meinung anderer Plattform-User zu erfahren, deren Erfahrungsberichte Ihre Fragen beantworten werden und Unsicherheiten ausräumen.

Strategie #6: Girokonto optimieren


Warum heißt das Girokonto GIROkonto? Giro kommt aus dem Italienischen und bedeutet “Kreis”, weil das Geld auf dem Konto stets in Bewegung ist mit Ausgaben und Einnahmen.

Beim Girokonto kann man einiges an Ersparnissen herausholen, wenn man sich ein wenig umschaut und die Banken vergleicht.

Wie wäre es mit einem Konto, für das Sie keine monatlichen Gebühren zahlen müssen? Bei dem der Dispozinssatz, also der Zinssatz bei Überziehung, niedriger ist als bei anderen Banken? Diese günstigen Konditionen finden Sie meistens bei sogenannten Direktbanken - das sind Banken, die die Kontoführung ausschließlich übers Internet abwickeln. Sie unterhalten keine Filialen, Beratung gibt es nur telefonisch. Eine Bedingung für die kostenlose Kontoführung ist, dass jedes Monat mindestens 700 Euro auf dem Konto eingehen. Liegt der Betrag darunter, werden etwa 5 Euro Gebühr monatlich eingehoben.

Wenn man auf die Bankfiliale und deren Service nicht verzichten will, kann man, um Kosten zu sparen, das Kontomodell wechseln - wenn man das Konto nur wenig nutzt, ist es eine Überlegung wert, auf ein Modell mit niedrigeren monatlichen Gebühren umzustellen. Allerdings wird in diesem Fall dann jede Kontobewegung, egal ob Eingang oder Ausgang, verrechnet.
Bei den Direktbanken sind auch Kreditkarte und Girocard oft kostenlos. Allerdings muss beachtet werden, dass mit der Girocard von manchen Direktbanken nicht an allen Automaten Geld abgehoben werden kann.
Hier können Sie also einiges einsparen, wenn Sie sich darauf einlassen, Ihre Bankgeschäfte ausschließlich übers Internet zu erledigen. Um die für Sie passende Bank zu wählen, vergleichen Sie in Ruhe alle Angebote. Einige Institute werden Ihnen mehr zusagen, andere weniger. Zusätzliche Informationen zu den Banken bieten Ihnen die Rezensionen auf Bewertungsseiten, durch die Sie noch besseren Einblick in die Geschäftspraktiken der Banken bekommen - und schließlich Ihre wohlüberlegte Entscheidung treffen können.

Strategie #7: Brauche ich ein Geschäftskonto?

Wenn Sie Unternehmer sind, sind Sie von Gesetzes wegen dazu verpflichtet, ein Geschäftskonto zu führen. Ein Geschäftskonto dient vor allem dazu, private und geschäftliche Ausgaben strikt zu trennen, um die Übersicht über die diversen Kontobewegungen zu behalten. Auch für Freiberufler bietet es sich an - Ordnung in den Finanzen zu haben, schadet nie.
Ein Geschäftskonto kann man auch ohne große Umstände online eröffnen - doch gibt es dafür ein paar Bedingungen. So müssen Sie sich zunächst schlau machen, ob die Rechtsform Ihres Unternehmens es erlaubt, an der gewählten Bank online ein Bankkonto zu eröffnen. Außerdem muss in den meisten Fällen eine Identifikation per Video-Call erfolgen, ein Service, den noch nicht alle Banken anbieten. In diesen Fällen müssen Sie den Antrag selbst ausdrucken und per Post versenden. Es kann daher auch eine Online-Anmeldung schließlich ein paar Tage dauern, das kommt ganz auf die Bank an.
Mehr Informationen über die Pro’s und Con’s der verschiedenen Institute können Sie in den Bewertungen von Kunden lesen, die schon mit diesen Banken ihre Erfahrungen gesammelt haben. Sie bekommen in den Berichten Einsicht in authentische Details, die Sie in Ihre Entscheidung einfließen lassen können.

Strategie #8: 3-Konten- und 6-Konten-Modell


Wenn Sie sich selbst und Ihr Verhalten in puncto Finanzen realistisch einschätzen, hilft es Ihnen, die richtigen Strategien dafür herauszufinden, die Sie dabei unterstützen, Ordnung und Übersichtlichkeit in Ihre Geldangelegenheiten zu bringen.
So können Sie zum Beispiel statt eines Kontos mehrere anlegen, um sich in Ihrem vielleicht etwas lockeren Umgang mit Geld etwas auszutricksen. Bekannt sind dabei das 3-Konten-Modell oder auch das 6-Konten-Modell. Sie können sich auch dafür entscheiden, Ihr Einkommen auf nur 2 oder aber auf 5 Konten aufzuteilen - das kommt ganz darauf an, welche Ausgaben Sie haben und wie Sie Ihr Geld einteilen wollen.
Beim 3-Konten-Modell eröffnen Sie 3 Konten, eines davon dient als Konto für das tägliche Leben, das zweite für das Ansparen von Rücklagen, das dritte ist das “Spaßkonto”, das für Urlaub, Restaurantbesuche, Konzerte usw. genutzt wird.
Sie müssen nicht unbedingt drei Konten bei drei verschiedenen Banken eröffnen - in vielen Fällen ist es auch möglich, Unterkonten im schon bestehenden Girokonto anzulegen - fragen Sie in Ihrer Bank danach!
Durch diese Aufteilung des Geldes gleich zu Monatsbeginn kommen Sie weniger in Versuchung, alles bis zum letzten Cent auszugeben, nach dem Motto “Aus den Augen, aus dem Sinn!” Das 6-Konten-Modell ist genauso aufgebaut, hat aber eben noch für weitere finanzielle Teilbereiche jeweils ein eigenes Konto.
Welche Banken empfehlenswert sind - das zeigt Ihnen nicht nur Ihre gründliche Recherche, sondern auch der sorgfältige Vergleich und das Einholen zusätzlicher Meinungen, denn andere Ansichten zeigen immer auch noch andere Aspekte, die man selbst vielleicht nicht bedacht hat.

Finanzielle Angelegenheiten scheinen manchmal ein etwas trockenes Kapitel zu sein, doch wenn Sie sich mehr damit beschäftigen, werden Sie auch ganz neue Einblicke in Politik und Wirtschaft gewinnen und aus diesem Wissen heraus auch für sich und Ihr finanzielles Wohlergehen die entsprechenden Schritte setzen können - und, wie Onassis es empfohlen hat, dem Geld entgegengehen.

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